Hilfe, White-Screen
Hallo,
ich habe ein großes Problem: unsere Vereinsseite zeigt nur noch einen weißen Bildschirm. Ich komme nicht mehr weiter...
Viele Grüße, Armin
Hallo!
Das, was du da erlebst, nennt sich in der WordPress-Welt der berühmte „White Screen of Death“ (WSoD). Keine Panik, deine Website ist nicht gelöscht – meistens liegt es nur an einem PHP-Fehler, einem fehlerhaften Plugin oder einem Problem mit dem Theme.
Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du die Seite wieder zum Laufen bringst:
1. Der Klassiker: Plugins deaktivieren
In 80 % der Fälle ist ein fehlerhaftes Plugin (oder ein fehlgeschlagenes Update) schuld.
Wenn du noch ins Dashboard kommst: Geh auf Plugins -> Installierte Plugins, wähle alle aus und deaktiviere sie. Wenn die Seite wieder lädt, aktiviere sie einzeln nacheinander, um den Übeltäter zu finden.
Wenn du NICHT mehr ins Dashboard kommst: Logge dich per FTP (z. B. mit FileZilla) auf deinem Server ein. Navigiere zum Ordner /wp-content/. Benenne dort den Ordner plugins einfach in plugins_old um. Dadurch werden alle Plugins auf einen Schlag deaktiviert. Wenn die Seite wieder geht, benenne den Ordner zurück in plugins und deaktiviere die Plugins einzeln im Dashboard.
2. Auf ein Standard-Theme wechseln
Manchmal zerschießt ein Theme-Update das Design.
Logge dich wieder per FTP ein und navigiere zu /wp-content/themes/.
Benenne den Ordner deines aktiven Themes um (z. B. mein-theme in mein-theme_old). WordPress wird dadurch gezwungen, auf ein Standard-Theme (wie Twenty Twenty-Four) zurückzugreifen. Läuft die Seite dann, liegt es am Theme.
3. Den WordPress-Debug-Modus einschalten
Anstatt nur Weiß zu sehen, kann WordPress dir auch genau sagen, wo der Fehler liegt.
Öffne die Datei wp-config.php im Hauptverzeichnis deiner WordPress-Installation per FTP.
Suche nach der Zeile: define( 'WP_DEBUG', false );
Ändere das false in true:
PHP
define( 'WP_DEBUG', true );
Speichere die Datei und lade die weiße Seite neu. Jetzt solltest du Fehlermeldungen sehen. Achte darauf, welcher Pfad dort genannt wird (oft steht da sowas wie /wp-content/plugins/PLUGIN-NAME/...). Dann weißt du sofort, wer der Übeltäter ist!
4. PHP-Memory-Limit erhöhen
Manchmal geht WordPress einfach der Arbeitsspeicher aus.
Füge in der wp-config.php (ziemlich weit oben, vor der „That's all, stop editing“ Zeile) folgenden Code ein:
PHP
define( 'WP_MEMORY_LIMIT', '256M' );
5. Hosting-PHP-Version prüfen
Hast du oder dein Hoster vor kurzem die PHP-Version aktualisiert? Wenn deine WordPress-Version oder deine Plugins alt sind, vertragen sie sich oft nicht mit brandneuen PHP-Versionen (z. B. PHP 8.2 oder 8.3). Versuche im Kundenbereich deines Hosters testweise, die PHP-Version eine Stufe runterzustellen.
Mein Tipp für den Start: Probier zuerst den Trick mit dem Umbenennen des Plugin-Ordners (Schritt 1). Das löst das Problem in den allermeisten Fällen am schnellsten!
Gib kurz Bescheid, ob es geklappt hat oder was der Debug-Modus anzeigt! Viel Erfolg!
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